Fit im Herbst – Tipps zur Stärkung des Immunsystems

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen von frostig bis Golden-Oktober-warm schwanken, bedeutet das Stress für unser Immunsystem und ein Schnupfen oder grippaler Infekt ist schnell eingefangen.

Das Immunsystem ist das körpereigene Abwehrschild gegen Viren und Bakterien. Gerade deshalb sollten in der Erkältungs- und Grippezeit die Abwehrkräfte gestärkt und trainiert werden. Mit der Beachtung einiger wichtiger Faktoren kann die Immunabwehr gezielt unterstützt werden.

Ernährung und Darm

Die Ernährung und die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, spielen unbestritten eine sehr wichtige Rolle für eine starke Immunabwehr. Der Einfluss von Vitamin C, Zink, Kupfer, Eisen und Vitamin A, D und E auf die Abwehrzellen ist wissenschaftlich bewiesen und gut dokumentiert. Eine vitaminreiche, gesunde Mischkost – mit saisonalem Obst und Gemüse – sollte jetzt auf dem Speiseplan stehen.

Aber Vitamine alleine reichen nicht aus, um das Abwehrsystem fit zu machen. Eine intakte Darmflora (ca. 100 Billionen verschiedene Bakterien besiedeln eine gesunde Darmschleimhaut) sorgt gleichzeitig für die Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung und die Bildung wichtiger Abwehrstoffe. Zudem wirkt sie wie ein Schutzschild gegen das Eindringen von Krankheitserregern. Man nennt dies auch das „Darm-assoziierte Immunsystem“.

Sport

Regelmäßige Bewegung – am besten an der frischen Luft, wie Nordic Walking, Joggen, Radfahren, usw. trainiert nicht nur die Muskeln, sondern auch das Immunsystem. Beim Training wird Adrenalin ausgeschüttet und unter dem Einfluss dieses Botenstoffs vermehren sich Abwehrzellen schneller und werden aktiver. Auch der Lymphfluss wird angeregt und die Immunzellen können so besser in jeden Winkel des Körpers transportiert werden. Moderater Sport führt überdies zum Stressabbau und meist auch zu einer körperlichen und mentalen Entspannung.

Stress vermeiden

Eine lang anhaltende Stressbelastung führt häufig zu einer messbaren Erhöhung des Stresshormons Cortisol. Weil dieses Hormon zu einer Unterdrückung des Immunsystem führt, kann eine vermehrte Infektanfälligkeit die Folge sein. Das Einbauen von Ruhe- und Entspannungsphasen in den Alltag einerseits, genügend sportliche Betätigung andererseits,  kann helfen, erhöhte Cortisolspiegel wieder zu normalisieren.

Grippeschutzimpfung

Insbesondere älteren,  chronisch Kranken oder besonders anfälligen Personen, wird im Herbst zu einer Grippeschutzimpfung geraten. Die Grippeschutzimpfung ist ausschließlich wirksam gegen bestimmte Grippeviren, nicht gegen bakterielle Infekte oder normale Erkältungs- oder Schnupfenviren. Die Grippeschutzimpfung von 2017/2018 hat überdies gezeigt, dass die dreifach-Impfung der vierfach-Kombi unterlegen war. Wer sich impfen lassen will, sollte sich deshalb vom Arzt beraten lassen und zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein. Bedenken Sie bitte, dass der Impfschutz erst ungefähr zwei Wochen später einsetzt.

Aromatherapie

Herbstblues? Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, schlägt das auf die Stimmung. Ätherische Öle können in dieser Zeit das körperliche und seelische Wohlbefinden steigern. Gerade Zitrusdüfte, aber auch Basilikum, Litsea cubeba und Vanille, wirken anregend und stimmungsaufhellend. Die Bergamotte wird sogar als das „Antidepressivum“ der Aromatherapie bezeichnet. Die Anwendung ätherischer Öle ist denkbar einfach. Mit ein paar Hüben eines Raumsprays oder über eine Duftlampe verteilen sich die Wohlgerüche schnell im ganzen Raum. Aber auch in Form von Bädern, Massageölen oder Roll-Ons kann man die Wirkung genießen. Ätherische Öle sind auch als Desinfektionsmittel nachweislich unschlagbar und können bis zu 99% der Viren und Bakterien in unserer Raumluft unschädlich machen. Unser Raumdesinfektionsspray wirkt nicht nur mit der Kraft der Zitrone und des Eukalyptus, sondern riecht auch noch frisch.

Saunieren

Das regelmäßige Schwitzen in der Sauna oder dem Dampfbad verbessert die Thermoregulation des Körpers – dadurch kann der Körper seine Wärmekapazitäten im Winter besser nutzen. Wissenschaftliche Beweise für eine Abhärtung durch den Besuch der Sauna stehen zwar noch aus, aber sicher ist: während des Saunierens erhöht sich die Körperkerntemperatur um etwa 1 Grad Celsius. Für das Immunsystem bedeutet diese Temperaturerhöhung ein mildes Fieber. Als Reaktion darauf werden verschiedene Abwehrzellen vermehrt ausgeschüttet und können im Blut gemessen werden.

Das Saunabaden ist am effektivsten, wenn 3 Schwitzgänge (à 10 Minuten) mit anschließender Abkühl- und Ruhephase durchgeführt werden. Nutzen Sie auch hier die Kraft der Aromatherapie und wählen Sie den Sauna-Aufguss gezielt nach Ihren Bedürfnissen aus!

Hier geht`s zum Blogartikel über das richtige Saunieren!