Ätherisches Öl des Monats Juni: Lavendel

Endlich ist es soweit!

Der Sommer schenkt uns sonnige Gartentage und warme Abende. Neben den Rosen umschmeichelt in den Monaten Juni und Juli vor allem der reich blühende Lavendel unsere Nasen und bietet gleichzeitig für Bienen und Hummeln ein reiches Nektarbuffet.

Ätherisches Öl des Monats Juni: Lavendel

Das hocharomatische „Oleum Lavandulae“ – das „Öl der Mitte“ – ist eines der wichtigsten therapeutisch eingesetzten ätherischen Öle und gehört als Universalheilmittel in jede Hausapotheke. Lavendelöl ist in der Anwendung vielseitig und unkompliziert, gehört es doch neben Rosenöl und Sandelholzöl zu den wenigen ätherischen Ölen, die sogar unverdünnt auf die Haut auftragen werden können.

Das blumig-süße und gleichzeitig frisch riechende Lavendelöl besitzt eine Vielzahl an therapeutischen Eigenschaften:

  • Beruhigend

  • Entspannend

  • Antibakteriell

  • Antimykotisch

  • Durchblutungsfördernd

  • Schmerzstillend

Bei Nervosität, Ängsten und innerer Unruhe wirkt das ätherische Öl beruhigend auf das vegetative Nervensystem und unterstützt einen erholsamen Schlaf. Gleichzeitig werden auch die Atmung, der Blutdruck und der Herzschlag harmonisiert.

Bei depressiven Verstimmungen zeigt sich seine erfrischende, belebende und stimmungsaufhellende Wirkung auf sanfte Weise.

Ein Gewöhnungseffekt – auch über einen längeren Anwendungszeitraum – tritt dabei nicht ein.

Äußerlich angewendet, als Einreibemittel oder als Badezusatz, wirkt Lavendelöl hautregenerierend und beruhigend, insbesondere bei schlecht heilenden Wunden, Ekzemen, Verbrennungen und auch Sonnenbrand.

Ätherisches Öl des Monats Juni: Lavendel

Auf welche Angaben auf dem Etikett sollten Sie beim Kauf von Lavendelöl achten?

  • 100% reines ätherisches Öl
  • Herstellung: Wasserdampfdestillation (Kraut oder Blüten)
  • Herkunftsland: z.B. Frankreich
  • Anbau: wenn möglich Wildsammlung oder aus kontrolliert biologischem Anbau
  • Stammplanze: Lavandula angustifolia

 

 

DIY-Tipp

Kinderleicht kann man sich ein wohlduftendes Lavendel-Mazerat herstellen.

Darunter versteht man einen kalten Ölauszug der Blüten, der sich in der Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe natürlich von einem reinen ätherischen Öl unterscheidet. Es gehen aber viele ätherische Öle aufgrund ihrer Fettlöslichkeit in das Trägeröl über und man kann sich die Wirkung des Lavendels zu Nutze machen.

Als Massageöl angewendet, kann das Lavendel-Mazerat eine entspannende und beruhigende Wirkung entfalten und wird auch in der Herstellung eigener Kosmetikprodukte gerne eingesetzt.

Lavendel-Mazerat selber machen

  • Mit einem sauberen – gut verschließbaren – Gefäß bewaffnet um die Mittagszeit in den Garten gehen.
  • Lavendelblüten sollten immer um die Mittagszeit an einem schönen sonnigen Tag geschnitten werden, da dann der morgendliche Tau verdunstet ist und die Gefahr des Schimmelns kleiner ist und auch der Anteil der ätherischen Öle sehr hoch ist.
  • Die Blüten sofort in das Glas füllen und anschließend mit einem hochwertigen Pflanzenöl (zum Beispiel kaltgepresstes Olivenöl) auf füllen, bis alles gut bedeckt ist.
  • Den Ansatz nun für etwa 6 Wochen an einen sonnigen Ort stellen und täglich gut schütteln.
  • Vor der Verwendung die Lavendelblüten abseihen und das fertige Mazerat in Flaschen abfüllen. Die Lagerung sollte am besten kühl und dunkel erfolgen um die Haltbarkeit zu verlängern. Eine Konservierung ist bei dieser wasserfreien Zubereitung nicht nötig.
Ätherisches Öl des Monats Juni: Lavendel