Herbstgrasmilben: Was tun, wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen?

Herbstgrasmilben oder auch Erntemilben sind in Europa weit verbreitet und sorgen bei Mensch und Tier häufig für Probleme. Wenn sich unsere Haustiere nach einem Besuch im Freien ständig kratzen, kann ein Befall mit Herbstgrasmilben die Ursache sein.

Wenn´s juckt können Milben dahinter stecken
Wenn´s juckt können Milben dahinter stecken

Die Grasmilbe gehört zur Familie der Laufmilben, ist 0,3 – 2 Millimeter groß und nur schwer zu erkennen. Wiesenflächen, Gärten und Waldränder sind der bevorzugte Lebensraum der Milben. Bei Temperaturen zwischen 15 Grad und 30 Grad fühlen sich die winzigen Plagegeister richtig wohl, daher ist der Begriff „Herbstgrasmilbe“ etwas irreführend.

In hohen Wiesen halten sich Milben besonders gern auf
In hohen Wiesen halten sich Milben besonders gern auf

Die Larven der Milben leben parasitisch und stechen Katzen, Hunde, Menschen und andere Säugetiere. Dabei geben die Parasiten ein Speichelsekret ab, das zu Ausschlag und starken Juckreiz führen kann. Doch nicht jeder zeigt diese allergischen Reaktionen. Manche Tiere und Menschen sind unempfindlich gegenüber der Milbenstiche, während andere bei nur leichtem Befall unter extremen Juckreiz leiden.

Herbstgrasmilben: Was tun, wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen?

Schadwirkung

  • Kleine Rötungen an Stellen mit wenig Fell und dünner Haut wie Bauch,   Zehenzwischenräumen, Ohrmuschel, Schwanzspitze, Hals
  • Schütteln, Wälzen, Kratzen
  • Pfoten lecken

TIPP:

Kämmen Sie Ihr Haustier mit einem Flohkamm und streichen mit diesem dann über ein weißes Papier. Sind rötliche Verfärbungen zu sehen? Dann ist ein Grasmilbenbefall wahrscheinlich.

Vorbeugung und Behandlung

Die Prävention eines Grasmilbenbefalls ist nur schwer möglich. Jedoch kann man die Quälgeister mit geeigneten Maßnahmen in Schach halten:

  • Bauch und Beine nach einem Spaziergang mit lauwarmen Wasser abspülen
  • Das Fell, besonders stark betroffene Hautbereiche täglich vor dem Freigang mit etwas Kokosöl einschmieren (hilft zusätzlich gegen Zecken und Flöhe)
  • Liegeflächen und Körbchen regelmäßig saugen, über 60 Grad waschen und mit natürlichen Mitteln gegen Milben behandeln
  • Regelmäßiges Rasenmähen
  • Hunde circa einmal die Woche mit einem milden Hundeshampoo waschen
  • Hunden kann täglich ein bis zwei Teelöffel Schwarzkümmelöl über das Futter gegeben werden und mit etwas Kokosöl vermischt auch über das Fell gestrichen werden
  • Individuell in der Apotheke hergestellte spagyrische Mischungen zur Parasitenabwehr

Achtung: Bei Katzen keine ätherischen Öle anwenden!

Manche Tiere zeigen trotz dieser Maßnahmen einen so starken Juckreiz, dass dieser medikamentös gelindert werden muss und ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich ist.

Alle Mittel lassen sich unbedenklich miteinander kombinieren!

Herbstgrasmilben: Was tun, wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen?