Heilkraut des Monats: Die Schafgarbe

Während wir Ihnen in den vergangenen Blogbeiträgen vor allem reine Bitterstoffe, die „Amara pura“, vorgestellt haben, ist in diesem Monat die Schafgarbe dran, die sich als beliebte Vertreterin der „Amara aromatica“ einen Namen gemacht hat. Sie enthält Bitterstoffe in Kombination mit ätherischen Ölen und zählt zu den wichtigsten Pflanzen der Volksmedizin.

Weil sich die Schafgarbe mit weiß-rosa schimmernden Blüten schmückt, die bei näherem Hinsehen wie kleine Körbchen aussehen, wird sie zu den sogenannten Korbblütlern gezählt.

Wegen der Form ihrer zahlreichen Blätter liest man von ihr auch immer wieder als „Augenbraue der Venus“.

Selbstgemacht: Schafgarben-Sirup

Die Schafgarbe lässt sich ab Anfang Juni den ganzen Sommer über sammeln – an Stellen, die ungespritzt und fern von starkbefahrenen Straßen liegen.

  • Wird man fündig, zupft man von den Blütenkörben die einzelnen kleinen Blüten ab.
  • Rund fünfzig Blütendolden mit dem Saft von fünf Zitronen beträufeln.
  • Zwei Kilogramm Zucker in zwei Liter Wasser auflösen und aufkochen und heiß über die Blüten gießen.
  • Umrühren und mit einem Tuch abdecken und zwei Tage lang an einem warmen Platz stehen lassen.
  • Regelmäßig umrühren, damit alle Blüten gleichmäßig mit dem Zuckerwasser in Berührung kommen.
  • Im Anschluss daran abseihen und abfüllen.

Achtung: Je mehr Blättchen und Stängel sich im Pflanzengut befinden desto bitterer schmeckt der Sirup.

Kleines Detail am Rande …

Dass die bittere Schafgarbe große regenerierende Kräfte in sich trägt, wussten schon Hildegard von Bingen und Paracelsus.

Daneben zeigt sich das Kraut aber auch als sogenannter Bodenheiler. Es besiedelt sogar völlig überdüngte Weiden und offenbart auf ihnen ihre säurebindenden Kräfte.

Sie hilft also nicht nur Menschen, sondern auch den Böden, auf denen sie gedeiht. Ein wahres Multitalent!