5 Tipps bei Herpesinfektionen

Die Infektion mit dem Herpesvirus zählt zu den häufigsten Viruserkrankungen des Menschen. In seiner einfachsten Form kommt er als Lippenherpes vor (Herpes labialis), kann aber auch andere Körperstellen befallen wie z.B. den Genitalbereich (Herpes genitalis). Gravierender als diese Erkrankungsformen ist die Gürtelrose (Herpes zoster), deren Erreger ebenfalls zur gleichen Virenfamilie gehört.

Erstinfektion

Zum ersten Kontakt mit dem Virus kommt es meist schon im Kindesalter, da die Viren durch den normalen familiären Umgang mittels Speichelkontakt oder Schmierinfektion übertragen werden. Ist man einmal infiziert, hat der Herpesvirus die Tendenz im Körper zu verbleiben, da dieser ein optimaler Wirt darstellt. Es muss jedoch zu keiner weiteren Infektion kommen; der Virus kann sich sehr lange Zeit still verhalten. Verschiedene körperliche und seelische Belastungen, sowie Schwächen im Immunsystem und Stress, lassen Herpesinfektionen jedoch immer wieder aufflammen.

Unangenehme Bläschen

Bei akuten Infektionen spannt und brennt zunächst die betroffene Hautpartie. Innert Stunden bilden sich anschließend Bläschen, die mit einer klaren – sehr ansteckenden – Flüssigkeit gefüllt sind. Wenn sich die Bläschen öffnen, kommt es zu gelblichen Verkrustungen, die nur langsam abheilen. Die Lippe schmerzt und reißt häufig auch immer wieder ein.

Unsere 5 Tipps bei unangenehmen Herpesbläschen

  1. Bei der Behandlung von Herpesinfektionen ist es ist erster Linie wichtig, an der körpereigenen Abwehrkraft zu arbeiten. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist wichtig, um uns ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen für ein gesundes Immunsystem zu versorgen. Bei einem erhöhten Bedarf kann eine Substitution beispielsweise von Vitamin C sinnvoll sein.
  2. Die Aminosäure L-Lysin kann die Vermehrung und das Wachstum der Herpes-Viren hemmen. Bauen Sie lysinreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Erdnüsse, Fisch und Fleisch in Ihren Speiseplan ein oder greifen Sie auf lysinhaltige Nahrungsergänzungsmittel zurück. Vermeiden Sie hingegen Arginin-reiche Lebensmittel (z.B. Haferflocken, Nüsse, Kürbiskerne, Meeresfrüchte), da diese den Herpes „füttern“.
  3. Die Aromatherapie kennt viele antiviral wirksame ätherische Öle, wie z.B. Teebaum, Melisse, Niauli oder Zitroneneukalyptus. Diese kann man entweder pur, oder in einer geeigneten Mischung regelmäßig auf das Bläschen auftragen und so eine weitere Ausbreitung unterdrücken.
  4. Auch mit Hilfe spagyrischer Essenzen kann dem Organismus gezielt geholfen werden, sich gegen die Viren zur Wehr zu setzen und sie wieder aus dem Körper auszuscheiden. Geeignete spagyrische Essenzen sind zum Beispiel Echinacea purpurea, Propolis, Natrium chloratum oder Melissa officinalis.
  5. Außerdem ist es bei einer akuten Infektion wichtig, sich möglichst hygienisch zu verhalten, um eigene Neuinfektionen, aber auch Ansteckung der Mitmenschen, zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass Handtücher regelmäßig gewaschen werden und nur von Ihnen alleine benutzt werden.