Vitamin(e) des Monats Januar: Omega-3-Fettsäuren

Ja, auch diese für eine gesunde Herz-Kreislauf-Funktion besonders wichtigen Mikronährstoffe finden Eingang in unserem Blog. Sie wurden nämlich ursprünglich zu den Vitaminen der Gruppe F gezählt. Die drei bekanntesten Vertreter der ungesättigten Fettsäureverbindungen sind die Alpha-Linolensäure (ALA), die Eicosapentasäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA).

Welche Aufgaben übernehmen Omega-3-Fettsäuren im Körper?

  • Herz-Kreislauf-System: EPA und DHA sind dafür bekannt, den Blutdruck zu senken und den Herzrhythmus zu stabilisieren. Weil sie die Fähigkeit besitzen, erhöhte Blutfette zu senken, die Gefäßwände vor Ablagerungen zu schützen und damit auch noch die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern, spielen die Omega-3-Fettsäuren eine entscheidende Rolle für sämtliche Herz-Kreislauf-Aktivitäten.
  • Immunsystem: Omega-3-Fettsäuren wirken – im Unterschied zu ihren mehrfach ungesättigten Verwandten, den Omega-6-Fettsäuren – entzündungshemmend und stärken demnach nachhaltig unser Immunsystem-System.
  • Muskeln: Weil Omega-3-Fettsäuren in der Lage sind, Proteine herzustellen, sind sie für den Aufbau von Muskeln und damit für unsere körperliche Fitness unerlässlich.

Wie wird unser Körper mit Omega-3-Fettsäuren versorgt?

Frischer Kaltwasserfisch, wie Lachs, Hering, Sardine und Makrele gelten als besonders potente Lieferanten der für uns lebenswichtigen „F-Vitamine“. Aber auch in diversen Ölen wie Raps- oder Leinöl oder in Walnüssen finden sich die wertvollen Fettsäuren mit dem griechischen Buchstaben Omega.

Wie kann sich ein Mangel an Omega-3 äußern?

  • Fehlt es unserem Organismus an EPH, DHA und Co können langanhaltende Entzündungsprozesse die Folge sein. Bei Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis oder Neurodermitis macht es also Sinn einen Blick auf den Fettsäure-Haushalt zu werfen. Oft gehen Entzündungen nämlich mit einem Missverhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren einher.
  • Muskelschwäche oder Schwierigkeiten dabei, Muskulatur aufzubauen, sollten ebenfalls in Hinblick auf einen Mangel an Omega-3 abgeklärt werden. Hier gilt: Ohne Fettsäuren keine Proteine, ohne Proteine keine Muskeln.
  • DHA und EPA finden sich in jeder Zellmembran eines gesunden Körpers, wo sie für die Kommunikation zwischen den Zellen eine wichtige Rolle spielen. Fehlen sie, kann es zur Beeinträchtigung der Gehirnfunktion und des peripheren Nervensystems kommen. Hierbei können ganz unterschiedliche Symptome wie Schlafstörungen und psychische Erkrankungen aber auch Zittern und Störungen der Sensibilität auftreten.
  • Omega-3-Fettsäuren sind in der Lage, uns vor oxidativem Stress wie er durch Umwelteinflüsse in Form von Feinstaub oder Sonneneinstrahlung entstehen kann, zu schützen. Weil unsere Augen besonders sensibel auf freie Radikale reagieren, leiden Menschen, die mit Omega-3-Fettsäuren unterversorgt sind, oftmals unter Sehstörungen und trockenen Augen.

Wann machen Nahrungsergänzungsmittel Sinn?

Die nicht-essentiellen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA kann der menschliche Organismus zwar grundsätzlich selbst herstellen, jedoch benötigt er hierzu neben ALA, der Alpha-Linolensäure, auch noch eine Vielzahl anderer Mikronährstoffe wie Vitamin B6, Magnesium oder Zink. Weil es bei Schwangeren und stillenden Frauen zu einem erhöhten Bedarf an Omega-3 kommen kann, macht es bei bestimmten Beschwerden Sinn, den HS-Omega-3-Index im Blut erheben zu lassen, um einen etwaigen Mangel aufzudecken. Auch Personen, die sich fettarm oder unausgewogen ernähren, zählen zur Risikogruppe und sollten beim Auftreten von Symptomen ihren Fettsäure-Haushalt vom Arzt oder Heilpraktiker ihres Vertrauens überprüfen lassen.

Worauf sollte ich bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln achten?

Die beste und natürlichste Omega-3-Quelle ist das Fischöl. Für Vegetarier und Veganer gibt es eine Vielzahl an Algen-Präparaten, die – in guter Qualität – eine pflanzliche Alternative darstellen. Vorsicht ist jedoch vor dem oftmals unseriös beworbenen „Krillöl“ geboten, in dem der Omega-3-Gehalt zu niedrig dosiert ist.

Hätten Sie es gewusst?

Eine fettreiche Diät, die mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren einhergeht, verbessert die Gesundheit des fettleibigen Darms. Und nicht nur das! Patienten, die an Übergewicht leiden, können durch eine bewusste Ernährung, die gute Fette auf den Speiseplan ruft und dabei die natürlichen Funktionsweisen der Darmflora unterstützt, sogar einem erhöhten Blutzuckerspiegel (Diabetes) und Bluthochdruck entgegenwirken.