Heilkraut des Monats: Die Ringelblume

Die Ringelblume, auch Calendula officinalis, genannt, ist ein angenehm duftendes Kraut.

Sie wird zur Familie der Korbblütler gezählt, da sich die geringelten Blüten doch wie ein Korbgeflecht um den Blütenboden der orangegelb leuchtenden Pflanze ranken.

Die Blüten zählen zu den Amara aromatica, weil sie Bitterstoffe und ätherische Öle enthalten.

Schon gewusst?

Berührt man eine Ringelblume mit den Händen, hinterlässt sie ein klebriges Sekret auf der Haut. Daher kommt es wahrscheinlich, dass man ihr nachsagt, auch schlecht heilende Wunden „verkleben“ und verschließen zu können.

Selbstgemacht!

Die Calendula bildet die widerstandsfähigsten Blüten im eigenen Kräutergarten. Hier trotzt sie mancherorts sogar noch der Novemberkälte.

Die Sammelzeit entspricht aber der durchschnittlichen Blütezeit, von Juni bis Oktober. Dann werden die Blüten bei trockenem Wetter, am besten um die Mittagszeit, gepflückt, auf Papier gebreitet und so aufgelegt, dass sie möglichst schnell trocknen können. Im Glas- oder Porzellangefäß bleiben die Blütenblätter, die die meisten Inhalts- und Wirkstoffe enthalten am längsten frisch.

Anwendungstipps

Kocht man die orangegelben Blütenblätter in Suppen, Butter oder Käse ein, bekommen diese nicht nur eine hübsche safranähnliche Färbung, sondern auch noch einen angenehm pikanten Geschmack.

Auch bei Fisch-, Wild- Reis- und Eiergerichten werden die Blütenblätter gerne als Safranersatz eingesetzt und haben dadurch über die Zeit den Namen „falscher Safran“ erhalten.

Kleine Details am Rande …

Die Ringelblume gilt als Wetterorakel: Bleiben ihre Blüten am Morgen geschlossen, ist Regen im Anmarsch. Diese Sensibilität auf Luftfeuchtigkeit hat sie mit anderen Korbblütlern wie zum Beispiel der Silberdistel oder dem Gänseblümchen gemein.

Dass Ringelblumen in den hauseigenen Gemüsegärten so gerne gesehen werden, liegt auch daran, dass sie mit ihren Wurzelausscheidungen Schadstoffe aus dem Boden vertreiben und diesen auf diesem Weg gesund erhalten. Die Calendula ist also auch eine Bodenheilerin.

Einfaches DIY-Rezept: Ringelblumenöl

Benötigte Utensilien

  • 1 sauberes, steriles Marmeladenglas mit Schraubverschluss
  • Ein kleiner Topf

Zutaten

  • 1 Handvoll Ringelblumen Blüten
  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • Küchentuch zum Abseihen

Ringelblumenöl selbst herstellen

  1. Pflücke 1 Handvoll blühende Ringelblumen – darauf achten, dass die Blüten nicht gespritzt wurden
  2. Sterilisiere das Marmeladenglas: 10 Minuten lang bei 150°C im Backofen.
  3. Deckel in Wasser 10 Minuten lang auskochen.
  4. Gib die Ringelblumen in das Glas.
  5. Fülle es mit Sonnenblumenöl auf und schraube den Deckel darauf.
  6. Warte 24 Stunden lang und seihe das Öl durch ein Küchentuch in einen kleinen Topf.